
geschrieben am 01.03.2008

Mit mulmigem Gefühl tritt der Magierschüler durch den dunklen, nur von Fackeln erleuchteten Gang der Magierschule. Seine Hände sind feucht vor Aufregung als er die große Pforte zum Saal öffnet, in dem bereits viele andere Schüler warten. Sofort fällt ihm die Gruppe von Schülern auf, die sich in einer Ecke um einen alten Mann versammelt. Er tritt näher, als der Alte gerade beginnt eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte der vergangenen Zeiten, der Mythen und der Magie. „Ihr wollt also wissen was genau sich zugetragen hat bei den Fera'an? So setzt Euch zu mir. Seit Generationen wird in meiner Familie überliefert was ich Euch nun zu erzählen weiß. Ich selbst war noch ein kleiner Junge, als mein Großvater mich zu sich rief, um mir die Geschichte unserer Ahnen zu erzählen. Seit Anbeginn der Zeit war die ganze Welt von Magie durchströmt. In der Luft, im Wasser und in der Erde. Die Ersten, die es verstanden diese Magie weise zu nutzen war das Volk der Fera'an. Dazu gehörten prächtige Geschöpfe, wie die mächtigen Drachen, die eleganten Phönixe und die starken Greife. Doch auf der Welt gab es nicht nur die Fera'an. Sie sahen viele Rassen entstehen und aufstreben. Doch keine war intelligent genug, um die Magie wirklich zu verstehen. Und so sahen sie viele Rassen zerbrechen und untergehen. Dann aber kam die Rasse der Menschen. Und zum ersten Mal sahen die Fera'an in einer Rasse genug Potential um ihr Wissen mit ihnen zu teilen. Sie lehrten uns den Umgang mit der Magie und vermittelten uns ihr gesamtes Wissen. Über lange Zeit lebten alle friedlich nebeneinander und akzeptierten einander. Womit die Fera'an jedoch nicht gerechnet hatten, war die Schwäche der Menschen. Die Magie vergiftete ihre Seelen. Sie wurden aggressiv und machtgierig. So machtgierig, dass sie von den Fera'an verlangten ihnen die absolute Herrschaft über die Welt zuzusprechen. In den Augen der Fera'an waren alle Rassen gleichgestellt, weshalb sie sich weigerten. So kam es, dass die Menschen eines Tages die Fera'an angriffen. Sie waren in so großer Überzahl, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis der Gegner geschlagen war. Das Volk der Fera'an war vernichtet. Keiner ward mehr gesehen. Die Menschen waren nun die mächtigste Rasse der Welt. So kam es, dass jeder Mensch der mächtigste, der Herrscher über alles sein wollte. Sie bildeten Gilden und bekämpften fortan sich selbst. Was die Menschen nicht wussten war, dass sie die Magie verbrauchten und diese zu Neige ging. Bis eines Tages nichts mehr davon übrig war. Die Menschen waren wie nackt. Sie hatten viele Jahrhunderte mit der Magie gelebt. Aus den Zeiten in denen die Menschen ohne Magie die Welt besiedelten war keiner mehr am Leben. Viele gingen zu Grunde, starben, da sie ohne Magie nicht zu leben wussten. Dies wäre das Ende für unser Dasein gewesen...

geschrieben am 29.02.2008

Am 3. Tag des Leidens waren kaum noch Menschen am Leben. Eine kleine Gruppe Menschen, die weitestgehend nach den alten Traditionen aus der Zeit ohne Magie gelebt hatten saßen des Nachts beisammen. Da erschien ihnen eine Phönixgestalt. Größer und prächtiger als sie je einen gesehen hatten. Und sie sprach zu ihnen: „Ihr törichten Menschen! Die Geister der Fera'an schicken mich, Euch aufzusuchen. Die Rasse der Menschen waren die ersten Wesen mit denen die Fera'an ihr Wissen teilten und seht was sie getan hat. Sie hat sich die Magie zu Eigen gemacht, sie benutzt und für Ihre machthungrigen Zwecke missbraucht. Sie hat verdient, was Ihr geschehen ist. Doch ich habe Euch auserwählt, die Menschheit zu retten, da für Euch noch die größte Hoffnung auf Besserung besteht. Ihr habt die Magie und die Fera'an in Ehren gehalten. Daher zieht aus in die Welt und sucht nach einem neuen Weg.“ Als der Morgen graute macht sie sich auf den Weg. Tag um Tag zogen sie durch die Länder, ohne Erfolg. Hätte sich nicht, als alles verloren schien, eine glückliche Fügung ergeben, keiner von uns wäre heute hier in dieser wundervollen Schule. Nach unzähligen Tagen der Wanderung, die Gruppe war bereits sehr geschrumpft, betraten unsere Ahnen die Wälder von Idukar. Sie stießen auf die Rasse der Felisu, die in den Wäldern lebten. Den Felisu war die Magie fremd. Sie lebten auf die traditionelle Art ihrer Rasse. Die Felisu nahmen die umherirrenden Menschen zu sich. Sie brachten ihnen bei, ohne Magie zu jagen, zu schlafen, zu überleben. Als Gegenleistung schlossen sie mit den Menschen den Pakt der ewigen Akzeptanz. Keiner würde dem Leben des anderen absichtlich in die Quere kommen. Die Rasse der Menschen wuchs und bevölkerte alle Länder auf ein Neues. Da die Magie verschwunden war, wich langsam das Gift aus ihren Seelen. Aggressivität und Machtgier verflogen und den Menschen war klar geworden, was sie angerichtet hatten.

geschrieben am 28.02.2008

Vor einigen Jahrzehnten begab sich eine Gruppe von Menschen und Felisu auf Wanderschaft. Ihr Ziel war es diesmal die Berge von Zagramresu zu erforschen, die Berge der Orks. Dabei stießen sie auf einen Felsspalt. Aus ihm kam ein Funkeln und Blitzen wie es kein Edelstein vermag. Und obwohl diese Menschen die Magie noch nie zuvor verspürt hatten, fühlten sie etwas durch ihre Körper strömen, sobald sie sich dem Spalt näherten. Die Magie war nie ganz verschwunden, sie hatte sich mit dem Verschwinden der Fera’an nur ins Innere des Planeten zurückgezogen und strebte nun wieder an die Oberfläche. Als die Gruppe sich der Quelle näherte, wurden sie von den Orks überrascht, die sie über längere Zeit von einem höher liegenden Fels beobachtet hatten. Sie verweigerten ihnen den Zugang zur Quelle. „Halt! Ihr seid in unseren Schrein des ewigen Glücks eingedrungen. Was wollt ihr hier?“ „Wir verspüren aus dieser Spalte da drüben eine Kraft, die unser Volk schon fast vergessen hat. Wir vermuten dass dies eine Magiequelle ist.“ Doch die Orks weigerten sich der Gruppe den endgültigen Zugang zu der Quelle zu gewähren, da sie in ihrer Nähe sehr große Glückgefühle überwältigten. Nach eine längeren Auseinandersetzung beschlossen sie, wie einst die Felisu, mit den Menschen einen Pakt. Die Orks teilten die Quellen mit den Menschen und Felisu unter der Bedingung, dass auch sie in die Geheimnisse der Magie eingeweiht werden. Auf der Suche nach weiteren Magiequellen aktivierten sie durch Zufall so genannte „Magieverteiler“. Durch den Kontakt mit der Magie, hatten die Entdecker der Magiespalte so viel in sich aufgenommen, dass sie sie nun unkontrolliert ausstrahlten. Als sie in die Nähe der „Magieverteilern“ kamen begannen umherliegende Steine/Kristalle sich aufeinander zu zu bewegen und formten einen frei schwebenden Kristall, der ihre Magie sogar verstärkte. Nachdem die Steinplatte unter dem Kristall untersucht wurde, fanden sie die Zeichen der Fera’an. Unscheinbar lagen die Magieverteiler der Fera’an jahrhundertelang auf dem Erdboden verborgen. Im Laufe der Jahre wurden viele dieser Quellen und Verteiler gefunden. Die Weisen der der 3 verbündeten Völker beschlossen, sie vor dem freien Zugang zu schützen, da sie einen erneuten Missbrauch befürchteten. Schulen wurden über die Quellen erbaut, um zu erforschen, warum die Magie einen so gefährlichen Einfluss auf die Menschen gehabt hatte. Es sollte gelehrt werden, wie die Magie zu nutzen sei, ohne sie erneut aller Seelen vergiften zu lassen. Die Menschen, die Felisu und die Orks sollten lernen, die Magie so bedacht und weise zu nutzen, wie dies einst die Fera'an taten. Dabei stellte sich überraschenderweise heraus das der Geist der Felisu überaus offen für die Magie war. Ich denke es ist nun an der Zeit mit dem Unterricht zu beginnen. Doch erinnert Euch immer an diese Geschichte. Nur wer mit der Magie weise umgeht, wird bestehen.


